Nationalparkgesetz Österreich

Nationalparkgesetz Österreich

Es gibt eine PDF Datei mit den aktuellen legalen Routen über den Felbertauern und das Hochtor
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Kurztitel
Nationalparkgesetz
Fundstelle
LGBl.Nr. 106/1983  zuletzt geändert durch LGBl.Nr. 97/1990

Typ
LG     
§/Artikel/Anlage
§ 4     
Inkrafttretedatum
19910101

Außerkrafttretedatum
99999999


Land
Salzburg
Index
8 Natur- und Tierschutz
Text
Außenzonen

§ 4

(1) Die Außenzonen umfassen den im Nationalpark außerhalb
der Kernzonen (§ 5) und der Sonderschutzgebiete (§ 6) gelegenen
Bereich. Die Grenzen der Außenzonen werden durch Verordnung der
Landesregierung festgelegt.
(2) In der Außenzone sind folgende Maßnahmen - soweit sich
aus Abs. 3 und 4 nicht anderes ergibt - nur mit einer Bewilligung
der Bezirksverwaltungsbehörde zulässig:
1. die Errichtung oder wesentliche Änderung von baulichen
Anlagen;
2. die Errichtung oder wesentliche Änderung von nicht unter Z. 1
fallenden Anlagen wie von Hütten, Einfriedungen und Mauern,
ausgenommen solche für land- und forstwirtschaftliche Zwecke,
sowie die Errichtung und wesentliche Änderung von Freileitungen
der örtlichen Versorgung und Materialseilbahnen, bei letzteren
ausgenommen die nur kurzfristige Aufstellung;
3. die Errichtung oder wesentliche Änderung von Straßen, Wegen,
Parkflächen, Abbauflächen und Bergbauhalden sowie sonstige
größere Bodenverletzungen, bei letzteren ausgenommen solche im
Zuge der jeweils üblichen land- oder forstwirtschaftlichen und
sonstigen holzwirtschaftlichen sowie gärtnerischen Nutzung;
4. der Abbau von Mineralien und Versteinerungen, ausgenommen der
Abbau außerhalb bewirtschafteter Almflächen sowie außerhalb
eines Bereiches von 50 m beiderseits gekennzeichneter Wege und
Steige unter Verwendung von höchstens Handhämmern und
-meißeln;
5. jede auffällige Veränderung natürlicher oder künstlicher
Gewässer, einschließlich deren Uferbereiche wie z. B.
Uferverbauungen, Bettverlegungen oder -vertiefungen,
Wasserbauten u. dgl. sowie von Mooren und sonstigen
Feuchtgebieten;
6. die Verwendung von Luftfahrzeugen, die mit Motorantrieb ausgerüstet sind, in weniger als 5000 m Seehöhe;
7. das Befahren von Straßen und Wegen mit Kraftfahrzeugen für
Zubringerdienste durch konzessionierte Unternehmen aus dem
Bereich der Nationalparkgemeinden;
8. nicht ständige Jugendzeltlager.
(3) Ausgenommen von der Bewilligungspflicht sind
Maßnahmen, die der ordnungsgemäßen Bewirtschaftung rechtmäßig
bebauter Liegenschaften dienen, soweit es sich nicht um die
Verwendung von Luftfahrzeugen, die mit Motorantrieb ausgerüstet
sind, handelt.
(4) Folgende Maßnahmen sind in der Außenzone untersagt:
1.  die Errichtung oder wesentliche Änderung von Anlagen zur
Energieerzeugung, die über die Eigenversorgung von Alm- und
Schutzhütten hinausgeht, und von Anlagen der überörtlichen
Energieversorgung;
2.  die Errichtung von Schleppliften und Seilbahnen für die
Personenbeförderung;
3.  die Anlage von Schipisten;
4.  die Errichtung oder Widmung von Straßen und Wegen für den
öffentlichen Verkehr mit Fahrzeugen;
5.  das Befahren von Straßen und Wegen mit Kraftfahrzeugen sowie
das Verlassen derselben mit Kraftfahrzeugen, ausgenommen
Fahrten im Rahmen der Land- und Forstwirtschaft
einschließlich der Jagd- und Fischereiwirtschaft sowie der
Holzwirtschaft, zur Ver- und Entsorgung von Schutzhütten und
Gastgewerbebetrieben sowie Fahrten zur Wartung und
Instandsetzung behördlich genehmigter Anlagen;
6.  das Campieren, ausgenommen das alpine Biwakieren und nicht
ständige Jugendzeltlager;
7.  die Gewinnung oder Aufbereitung von Gesteinen, Schotter,
Kies, Sand, Lehm, Ton, Torf u. dgl., ausgenommen die Entnahme
von Schotter und Gesteinen für den eigenen land- und
forstwirtschaftlichen Bedarf sowie für die Anlage und
Erhaltung von Wanderwegen;
8.  jede ungebührliche Lärmentwicklung;
9.  die Errichtung von lärmerregenden oder sonst die Umwelt
beeinträchtigenden Betrieben;
10. Außenlandungen von Luftfahrzeugen, die mit Motorantrieb
ausgerüstet sind, zu sportlichen und touristischen Zwecken;
11. das Ablagern und Wegwerfen von Abfällen, ausgenommen das
vorübergehende Lagern von Abfällen im Nahbereich von
Schutzhütten u. dgl., sofern dies in einer Art geschieht, die
die Umwelt nicht verunreinigt und das Landschaftsbild nicht
stört;
12. die Errichtung, Aufstellung, Anbringung oder wesentliche
Änderung von privaten Ankündigungen zu Reklamezwecken oder von
Ankündigungsanlagen (Anlagen zur Anbringung wechselnder
Ankündigungen zu Reklamezwecken) sowie jede Verunstaltung durch
private Verbotsschilder u. dgl.
Maßnahmen, auf die § 5 Abs. 3 Z. 1 bis 3 anzuwenden ist, können
jedoch unter den dort angeführten Voraussetzungen bewilligt
werden.
Gesetzesnummer
10000434     
Dokumentnummer
LSB12005243     
Alte DokNr
N1198314690A

Kurztitel
Nationalparkgesetz
Fundstelle
LGBl.Nr.  106/1983  zuletzt geändert durch LGBl.Nr. 97/1990

Typ
LG     
§/Artikel/Anlage
§ 5     
Inkrafttretedatum
19910101

Außerkrafttretedatum
99999999


Land
Salzburg
Index
8 Natur- und Tierschutz
Text
Kernzonen

§ 5

(1) Die Kernzonen umfassen im Nationalpark gelegene
Gebiete, die sich durch völlige oder weitgehende Ursprünglichkeit
auszeichnen und in denen der Schutz der Natur in ihrer Ganzheit
im öffentlichen Interesse liegt. Die Grenzen der Kernzonen werden
durch Verordnung der Landesregierung festgelegt.
(2) Abgesehen von den Tätigkeiten und Maßnahmen im Sinne
der Abs. 3 und 4, ist in der Kernzone jeder Eingriff in die Natur
und in den Naturhaushalt sowie jede Beeinträchtigung des
Landschaftsbildes untersagt.
(3) Sofern dies den Schutzzweck der Kernzone nicht
beeinträchtigt, kann die Landesregierung auf Ansuchen für die
nachstehend angeführten Maßnahmen Ausnahmen von den Bestimmungen
des Abs. 2 bewilligen:
1. Maßnahmen zur Sicherung des menschlichen Lebensraumes wie z.
B. solche im Rahmen der Wildbach- und Lawinenverbauung;
2. Maßnahmen zur Sicherung des Schutzzweckes des Nationalparkes;
3. Maßnahmen, die der wissenschaftlichen Forschung dienen;
4. Maßnahmen im Zuge der Errichtung und Änderung von Alm- und
Schutzhütten, Notunterkünften, Alm- und Wanderwegen, alpinen
Steigen und Gipfelkreuzen;
5. als forstliche Maßnahmen jede sachgerechte, über Abs. 4 Z. 4
hinausgehende forstliche Nutzung;
6. die Verwendung von Luftfahrzeugen, die mit Motorantrieb ausgerüstet sind, in weniger als 5000 m Seehöhe, ausgenommen Außenlandungen zu sportlichen und touristischen Zwecken;
7. Maßnahmen zur Errichtung und Änderung von
Energieversorgungsanlagen für den Eigenbedarf von Alm- und
Schutzhütten.
(4) In der Kernzone sind folgende Tätigkeiten und
Maßnahmen weiterhin zulässig:
1. Tätigkeiten im Rahmen der zeitgemäßen Almwirtschaft;
2. Maßnahmen zum Zwecke der Wartung und Instandsetzung behördlich
genehmigter Anlagen;
3. Maßnahmen im Zuge der Ver- und Entsorgung von Schutz- und
Almhütten, soferne sie nicht mit der Errichtung von Anlagen
verbunden sind;
4. als forstliche Maßnahmen die plenterartige Entnahme, die
Einzelstammentnahme und Schadholzaufarbeitung sowie in deren
Rahmen die Ausübung bestehender Einforstungsrechte und Deckung des
Eigenbedarfes der Almwirtschaft.
Gesetzesnummer
10000434     
Dokumentnummer
LSB12005244     
Alte DokNr
N1198314691A



Kurztitel
Piffkar - Sonderschutzgebietsverordnung
Fundstelle
LGBl.Nr. 107/1988

Typ
VO     
§/Artikel/Anlage
§ 3     
Inkrafttretedatum
19890101

Außerkrafttretedatum
99999999


Land
Salzburg
Index
8 Natur- und Tierschutz
Text
§ 3

(1) In dem gemäß § 1 festgelegten Sonderschutzgebiet ist jeder Eingriff in die Natur und Landschaft untersagt.
(2) Vom Verbot ausgenommen sind lediglich:
a) der Besuch des Sonderschutzgebietes auf den hiefür
vorgesehenen Wegen, Steigen und Plätzen;
b) die Rekultivierung bestehender Steige im Einvernehmen mit dem
Eigentümer des geschützten Gebietes;
c) unbedingt erforderliche Maßnahmen im Zuge der Dienstausübung
durch Organe der Hoheitsverwaltung, der öffentlichen Aufsicht,
der Almaufsicht sowie durch Mitarbeiter des Salzburger
Nationalparkfonds;
d) der Durchtrieb von Weidevieh der Landes-Landwirtschaftsschule
Bruck (Eigen- und Fremdvieh) durch das Piffkühkar auf das
Oberstattkar.
(3) Als verbotene Eingriffe im Sinne des Abs. 1 gelten insbesondere:
a) forstliche Maßnahmen;
b) die Ausübung der Jagd;
c) der Abbau und das Sammeln von Bodenbestandteilen, Mineralien
und Versteinerungen sowie jede sonstige Bodenverletzung;
d) die Errichtung und Aufstellung baulicher und anderer Anlagen;
e) das Betreten des Sonderschutzgebietes, ausgenommen für
Maßnahmen gemäß Abs. 2;
f) Verunreinigungen und Beeinträchtigungen des Gebietes durch
Lagern, Ablagern oder Wegwerfen von Materialien und Abfällen
aller Art;
g) das Zelten, Biwakieren und Lagern abseits der Wege und Steige,
die Errichtung von Feuerstätten, das Abbrennen von Feuern und
das Rauchen;
h) das Pflücken und Sammeln von Beeren, Pilzen und sonstigen
Pflanzen oder Pflanzenteilen;
i) Beeinträchtigungen und Veränderungen der Vegetation;
j) das Mitführen und Freilaufenlassen von Hunden;
k) jede vermeidbare Lärmerregung;
l) das Reiten;
m) das Befahren mit Fahrzeugen und Motorschlitten;
n) die Verwendung von Flugzeugen und Fluggeräten aller Art einschließlich von Hubschraubern, Segelflugzeugen, Modellflugzeugen, Hängegleitern, Gleit- und Fallschirmen in weniger als 5.000 m Seehöhe; dies gilt auch für Übungsflüge
des Bundesheeres und der Exekutive;
o) landwirtschaftliche Maßnahmen einschließlich der Almwirtschaft;
p) jede Art des Schisportes, z.B. Tourenschilauf, Schiwandern,
Schilanglauf, und der Alpinsportausbildung.
Gesetzesnummer
10000574     
Dokumentnummer
LSB12006503     
Alte DokNr
N1198819549A




Kurztitel
Inneres Untersulzbachtal - Sonderschutzgebietsverordnung
Fundstelle
LGBl.Nr. 131/1995

Typ
VO     
§/Artikel/Anlage
§ 3     
Inkrafttretedatum
19960101

Außerkrafttretedatum
99999999


Land
Salzburg
Index
8 Natur- und Tierschutz
Text
§ 3

(1) In dem gemäß § 1 festgelegten Sonderschutzgebiet ist jeder Eingriff in die Natur und Landschaft untersagt.
(2) Vom Verbot ausgenommen sind lediglich:
a) die Rekultivierung bestehender Wege, Steige und Plätze im
Einvernehmen mit den Eigentümern des geschützten Gebietes;
b) die herkömmlichen Formen des Wanderns, Bergsteigens und
Tourenschilaufens;
c) Maßnahmen im Rahmen bestehender Wald- und Weideservitute;
d) die Ausübung der Jagd entsprechend den landesgesetzlichen
Vorschriften, soweit im folgenden nicht anderes bestimmt ist;
e) die Instandhaltung von bestehenden Anlagen oder Markierungen
für die Kennzeichnung von Eigentumsgrenzen.
(3) Als verbotene Eingriffe im Sinne des Abs. 1 gelten insbesondere:
a) forstliche Maßnahmen;
b) das Verfolgen, Fangen oder Erlegen jagdbarer Tiere mit
Ausnahme von Reh- und Rotwild und der Nachsuche außerhalb des
Sonderschutzgebietes angeschossener Wildtiere; die §§ 54 bis 56
(Schonvorschriften) und der § 74 (Vorkehrungen gegen
Wildseuchen) des Jagdgesetzes 1993 sind im Sonderschutzgebiet für
andere jagdbare Tiere als Reh- und Rotwild nicht anzuwenden;
c) das Füttern jagdbarer und nicht jagdbarer Tiere; die §§ 65
(Verbesserung der Einstands- und Äsungsverhältnisse,
Wildfütterung) und 66 (Futterplätze) des Jagdgesetzes 1993
sind im Sonderschutzgebiet nicht anzuwenden;
d) das Aussetzen von Wild; § 73 des Jagdgesetzes 1993 ist im
Sonderschutzgebiet nicht anzuwenden;
e) die Errichtung und Aufstellung baulicher und anderer Anlagen,
insbesondere auch von Anlagen für den Jagdbetrieb und von
Fanggeräten; die §§ 69 (sonstige Jagdanlagen) und 72 (Fangen
von Wild) des Jagdgesetzes 1993 sind im Sonderschutzgebiet
nicht anzuwenden;
f) der Abbau und das Sammeln von Bodenbestandteilen, Mineralien
und Versteinerungen sowie jede sonstige Bodenverletzung;
g) Verunreinigungen und Beeinträchtigungen des Gebietes durch
Lagern, Ablagern oder Wegwerfen von Materialien und Abfällen
aller Art;
h) das Zelten, Biwakieren, Lagern abseits der Wege, Steige und
Plätze, die Errichtung von Feuerstätten, das Abbrennen von
Feuern und das Rauchen;
i) das Pflücken und Sammeln von Beeren, Pilzen und sonstigen
Pflanzen und Pflanzenbestandteilen;
j) Beeinträchtigungen und Veränderungen der Vegetation;
k) das Mitführen und Freilaufenlassen von Hunden, ausgenommen im
Rahmen der Ausübung der Jagd entsprechend den
landesgesetzlichen Vorschriften;
l) das Reiten;
m) jede vermeidbare Lärmerregung;
n) das Befahren mit Fahrzeugen und Motorschlitten;
o) die Verwendung (Überflug, Start, Landung) von Luftfahrzeugen und Luftfahrgeräten aller Art einschließlich von Hubschraubern, Segelflugzeugen, Modellflugzeugen, Hängegleitern, Gleit- und Fallschirmen unter einer Seehöhe von
5.000 m; dies gilt auch für Übungsflüge des Bundesheeres und der Exekutive;
p) landwirtschaftliche Maßnahmen einschließlich der
Almwirtschaft.
(4) Bei der Erlassung des Abschußplanes (§§ 59 und 60 des
Jagdgesetzes 1993) für Flächen, die im Sonderschutzgebiet liegen,
ist zur Wahrung des Schutzzweckes des Sonderschutzgebietes ein
Gutachten auf nationalparkbezogener wissenschaftlicher Grundlage
einzuholen.
Gesetzesnummer
10000862     
Dokumentnummer
LSB12009626     
Alte DokNr
N1199510039U